Península Valdés

15.09.2019 – 20.09.2019

Um überhaupt auf die Halbinsel zu gelangen, muss man Eintritt bezahlen: 850,00 ARS pro Person, gilt aber für die gesamte Dauer des Aufenthaltes.

Gleich am Anfang befindet sich ein Besucherzentrum mit einer interessanten kleinen Ausstellung über die Geschichte der Halbinsel und deren Fauna und Flora.

Wir fahren weiter nach Puerto Pirámides. Der Campingplatz ist leider noch ohne Service, wir können uns aber auf den Platz stellen.

Der Ort ist schnell erkundet, neben ein paar Souveniershops gibt es auch einige nette kleine Restaurants und Cafés.

Die Whale-Watching-Touren starten direkt am Hafen. Damit sich die Touristen keine nassen Füße holen, werden sie mit einem ausgeklügelten System an Bord und ins Wasser geleitet.

Die nächsten Tage gehen wir auf Entdeckungstour rund um die Halbinsel:

Zunächst steuern wir Caleta Valdés an und suchen im wahrsten Sinne des Wortes die Magellanpinguine. Tatsächlich finden wir ein besonders fotogenes Exemplar, welches sich bereitwillig für uns in Pose setzt.

Ein kleines Stück weiter haben sich Seeelefanten breit gemacht. Die Machos (so werden tatsächlich die Männchen genannt!) liegen meist träge am Strand herum und es drängt sich das Gefühl auf, als ob sie den ganzen Tag Siesta machten. Nur ganz vereinzelt wird mal das Maul aufgerissen. Einige Weibchen haben gerade Junge bekommen und sind mit dem Säugen ausgelastet. Sehr possierlich anzusehen!

Wesentlich aktiver sind die Seelöwen, die wir besonders gut bei Punto Pirámides beobachten können. Der Macho beglückt seine Weibchen, die Halbstarken toben auf dem Felsen und im Wasser herum. Es wird geschubst, gebissen und vor allem viel Krach gemacht. Trotz des intensiven Duftes, der von den Klippen zu uns heraufweht, können wir uns kaum von dem Schauspiel trennen.

Ab und zu schwimmt auch mal ein Wal (Südkaper) vorbei. Manchmal winkt er nur kurz mit der Flosse und immer mal wieder hebt er den imposanten Kopf aus dem Wasser, bedeckt mit unzähligen Ciamiden (whales lice), die bei jedem Tier individuell gestaltet sind und zur Unterscheidung einzelner Individuen dienen können. Dominikanermöwen haben in den letzten 30 Jahren begonnen, sich auch von den Südkapern zu ernähren. Sie landen auf den Walen und picken die Parasiten, lose Stückchen Haut, aber auch gesunde Fleischstücke von bzw. aus den Walen. Die Möwen sind für die Wale, die in der Region ihren Nachwuchs großziehen, zu einer Plage geworden. Sie konzentrieren sich auf die Walmütter und ihre Kälber, die viel häufiger an die Wasseroberfläche kommen müssen als die anderen Wale.

Die Wale erreichen eine Länge von bis zu 18 m und ein Gewicht von bis zu 80 t und sind auch noch aus dieser Entfernung sehr beeindruckend!

Nach Orcas haben wir leider vergeblich Ausschau gehalten, vereinzelt wurden zwar einige Exemplare gesichtet, aber die Hauptsaison fängt erst im Oktober an.

Natürlich begegnet man auf der ganzen Insel Guanacos, die sehr scheu sind und sehr schnell und elegant aus dem Sichtfeld sprinten, wenn man sich nähert.

Gürteltiere sind wesentlich zutraulicher und lassen sich durch die Touristen nicht aus der Ruhe bringen.

Nach 5 wundervollen und erlebnisreichen Tagen verlassen wir die Halbinsel und wollen uns in Puerto Madryn ein wenig Komfort auf dem Campingplatz gönnen.

Auf halben Weg dahin ist die Straße plötzlich von parkenden Autos blockiert. Der Grund sind die vielen Wale, die direkt am Ufer entlang schwimmen. Alle laufen mit gezückten Kameras zum Strand, ich natürlich auch. Auch wenn wir meinten, schon auf Valdés Wale aus nächster Nähe beobachtet zu haben, wird es in dieser Bucht nochmal getoppt. Es ist Hochwasser und die Wale sind manchmal nur ca. 30 Meter entfernt. Viele sind mit ihren Jungen unterwegs und plantschen und tollen vergnügt mit Ihnen im Wasser herum.Was für ein grandioser Anblick! Wir können uns gar nicht satt sehen. Wir bleiben noch für die Nacht in der Bucht und am nächsten Morgen haben wir schon beim Frühstück die Gesellschaft der Wale.

3 Kommentare zu „Península Valdés

  1. Wahnsinn – was für ein Traum. Das habt Ihr Euch doch genauso gewünscht, stimmt’s? Ich bin jedenfalls mehr als begeistert von den Berichten und vorallem den Fotos. Ich kann jetzt auch schon ahnen, welche Vorteile es mit sich bringt, wenn man mobil ist. Gutes Gelingen weiterhin! Herzliche Grüße aus Bremen-Nord (auch von Sabine).

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  2. Wieder mal wunderbare Bilder und ein toller Bericht. Das lässt uns wieder neidisch auf der Landkarte suchen, wo ihr euch gerade rumdrückt!
    Mehr davon! 🙂
    Viele Grüße, Katrin & Mark

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  3. Wow, was für tolle Bilder! So viele Tiere auf einem Fleck und so nah… Ich bin gespannt auf den nächsten Bericht!

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