San Ignacio Mini

15.10.2019

Wieder zurück in Argentinien ist unser erstes Ziel San Ignacio Mini. Hier befinden sich die am besten erhaltenen Missionsruinen Argentiniens, welche inzwischen zum Weltkulturerbe erklärt worden.

San Ignacio Mini wurde Ende des 17. Jahrhunderts gegründet und dort lebten und arbeiteten bis zu 4000 Guaraní zusammen mit einigen Padres. Die Jesuiten sahen die Guaraní nur als unmündige „Kinder“ an, Selbstverwaltung durch die Guaraní war nie das Ziel. Nach der Ausweisung der Jesuiten 1767 verfielen die meisten Missionen deshalb sehr schnell. Die Geschichte der Jesuitensiedlungen ist deshalb bis heute umstritten. Ging es tatsächlich nur um die friedliche Missionierung und um den Schutz der indigenen Bevölkerung vor Sklavenjägern oder hatten sie nur ein humaneres System der Ausbeutung gefunden?

Die Anlage wurde vom Urwald überwuchert und erst 1897 wiederentdeckt und zwischen 1940 und 1948 sorgfältig restauriert. Die große Kirche aus rotem Sandstein beeindruckt mit vielen kunstvoll gemeißelten Ornamenten. Die Wohn- und Wirtschaftsgebäude sind weniger aufwändig gestaltet und ebenfalls gut restauriert, so dass man einen Eindruck von dem gemeinschaftlichen Leben bekommt.

Im Eintrittspreis ist eine kostenlose Führung enthalten (auch auf Englisch möglich), sie beginnt, sobald genügend Interessierte vorhanden sind.

Abends findet in den Ruinen noch eine Vorführung statt, es werden Projektionen auf Wassernebel geworfen. Wir können leider keinen Kommentar dazu abgeben, da wir uns entschließen, statt dessen das karibische Flair auf dem Campingplatz zu genießen.

2 Kommentare zu „San Ignacio Mini

  1. Jetzt wird es auch noch geschichtlich höchst interessant. Vielen Dank für den schönen Bericht zum Wochenende 👍👍👍 Es ist toll, dass Ihr das so erleben könnt. Die Ruinen hätten mich vermutlich stundenlang fasziniert. Und die Light-and-Sound-Show hätte ich mir auch gespart. Werde gleich wieder bei Google Maps nachschauen. Gute Reise weiterhin!

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  2. OH! Na das ist ja ganz genau meins. Dort würde ich mich, wie auch mein Vorschreiber schon, stundenlang aufhalten. Wunderschön!

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