Again on the road

31.10.2019 – 05.11.2019

Die Autos sind mit einer erstaunlich harten Salzkruste überzogen, die ihnen einen schicken Touch verleiht. Besonders stylisch sieht der schneeweiße Auspuff des Landcruisers von Dunja und Rainer aus. Aber auf Schönheit müssen wir verzichten, das Salz muss weg und wir fahren als erstes eine Waschanlage an.

Der Tank wird ebenfalls gefüllt ( in Bolivien müssen wir den Touristenpreis zahlen, für die Einheimischen gibt es einen stark subventionierten Preis).

Da wir die Probleme mit unserer Kabine beheben müssen, beschließen wir, nach einer geeigneten Werkstatt zu suchen und fahren weiter nach Tupiza. Die Straße führt wiederum durch atemberaubende Landschaft mit wild zerklüftetem roten Sandsteingebirge. Nur zweimal werden wir kurz von aufgehäuften Sandhügeln auf der Straße aufgehalten. Ein Ausdruck der Unzufriedenheit mit dem Ausgang der Wahl. Kurz vor Tupiza hört die gut ausgebaute Straße auf und eine Umleitung führt uns auf einer abenteuerlichen Piste durchs Gelände und durch einen kleinen Fluss.

Auf dem sehr schönen Campingplatz „La Casa del Baron“ erfahren wir großartige Hilfe von Mario, dem Besitzer, der ausgezeichnet Englisch spricht, was in dem Fall sehr hilfreich ist. Er telefoniert mit einer Werkstatt und vereinbart einen Termin am nächsten Morgen für uns. Die Kabine wird abgesetzt und wir können nun das ganze Ausmaß des Schadens sehen. Die beiden hinteren Befestigungsösen haben einen Teil der Ladefläche angehoben und wölben sich gefährlich. In der Werkstatt wird es wieder begradigt und eine zusätzliche Befestigung unterhalb angeschweißt. Trotz des Feiertages wird gearbeitet und wir können das Auto am nächsten Nachmittag wieder abholen. Sehr erleichtert bezahlen wir gern die 85$ und sind voller Zuversicht, dass uns die Kabine nicht von der Ladefläche purzelt.

Nun heißt es mal wieder Abschied nehmen. Dunja und Rainer wollen weiter nach Paraguay, wir nach Chile. Da das nächste Treffen bereits vereinbart wurde – Sylvester in Ushuaia – fällt der Abschied nicht ganz so schwer.

In Villazón passieren wir zunächst die Grenze nach Argentinien. Wir haben Glück und müssen keine Fotokopien irgendwo im Ort besorgen und werden zügig abgefertigt.

Von Humahuaca aus geht es den gleichen Weg wie zuvor nach Chile zurück, diesmal nehmen wir allerdings den Paso de Jama. Dieser Pass führt uns durch eine beeindruckende Wüstenlandschaft, eingerahmt von Vulkanen, imposanten Felsformationen und immer mal wieder Lagunen am Rande der „Ruta del Desierto“.

Auf dem Weg nach San Pedro de Atacama können wir von der chilenischen Seite auf die Laguna Verde in Bolivien hinunterschauen, dem Startpunkt unseser Fahrt auf der Lagunenroute vor 14 Tagen.

Da wir diesmal an der chilenischen Grenze nicht so viel Glück mit der Lebensmittelkontrolle hatten, müssen wir in San Pedro erst mal einkaufen. Unser Ziel ist das El Tatio Geysirfeld. Die verbleibenden 90 Kilometer ziehen sich endlos hin, eine Wellblechpiste übelster Art zerrt an den Nerven. Auf dem Parkplatz des Parks können wir mit Blick auf das Geysirfeld übernachten und am Abend leisten uns ein paar Vicuñas Gesellschaft.

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