Rückreise Georgien

21.07.24 – 29.07. 24

Nach einer furiosen Tour quer durch Russland erreichen wir die Grenze zu Georgien. 

Das E-Visum wird wie erwartet, akzeptiert und ohne weitere Probleme können wir ausreisen.

Bis zur georgischen Grenze ist es nicht mehr weit und auch die Einreise verläuft komplikationslos.

Unsere ernste Nacht verbringen wir auf dem Parkplatz bei der Dreifaltigkeits-Kirche in Stepanzminda. Nach so vielen Tagen allein auf den Straßen und Stellplätzen ist dieser hier nahezu überfüllt und wir halten so manchen Plausch mit anderen Reisenden.

Im Gegensatz zu unserem ersten Besuch im Frühjahr ist nur noch der 5047 m hohe Kasbek mit Schnee bedeckt und die Wiesen ringsum sind mit Sommerblumen geschmückt.

Weiter geht es zur Höhlenstadt Uplistsikhe. Ein Spaziergang führt  uns durch die Anlage, die heute allerdings nicht mehr genutzt wird.

Wir wollen noch unbedingt Mestia und Ushguli besuchen, zwei Bergdörfer in Swanetien.

Auf unserer Hinreise im April waren die Pässe noch unpassierbar.

Auf dem Weg dahin finden wir immer wieder schöne Übernachtungsplätze in der herrlichen Natur Georgiens.

Ushguli erreichen wir über Lentechi – Ipari durch die wilde Berglandschaft des Kaukasus mit Gletschern und schneebedeckten Gipfeln.

Die Straße wird gerade touristentauglicher ausgebaut, aber zur Zeit ist es noch eine ziemlich heftige Piste.

Auch in Ushguli wird sehr viel gebaut und die Spuren der Bautätigkeit sind überall zu sehen.

Das Dorf selber mit seinen vielen Wehrtürmen ist dennoch beeindruckend. Die steinernen Wehrtürme, die zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert errichtet wurden, sollten die Bewohner vor Invasionen oder lokalen Fehden schützen. 175 von ihnen sind in ganz Swanetien noch erhalten.

Der weitere Weg nach Mestia ist deutlich komfortabler und die Straße weitestgehend in einem gut befahrbaren Zustand. 

Mestia ist deutlich größer und touristischer als Ushguli. Wir besuchen das Museum für Geschichte, in dem Kirchenschätze, alte Manuskripte, Waffen, Schmuck und diverse andere historische Fundstücke aus der Gegend gezeigt werden. Anschließend bummeln wir durch die Straßen und speisen in einem netten kleinen Restaurant. Walter probiert eine lokale Spezialität: Tashmujabi, Kartoffelbrei mit Käse. Eine interessante Fondue- Variante 🙂 .

Trotz der Höhe (1600 m) ist es ziemlich heiß und wir fahren noch ein Stück weiter ins Gebirge und übernachten oberhalb von Mestia mit wunderschönem Blick auf das Dorf und die umgebenden Berge.

Unser letzter Stopp in Georgien ist nochmal der Uraki-Strand am Schwarzen Meer. Das Wetter ist gemischt, aber für uns sehr angenehm.

In der zweiten Nacht entlädt sich ein unglaubliches Gewitter über uns, sturzbachartig prasselt der Regen auf die Kabine und es blitzt ununterbrochen über 3 Stunden. Mir ist es ein bisschen unheimlich und wir verziehen uns für die Zeit in das Fahrerhaus. Am nächsten Morgen ist die Welt wieder in Ordnung. Die Aufräumarbeiten sind schon in vollem Gang, da über Nacht mächtig viel Unrat angeschwemmt wurde.

Wir verlassen Georgien kurz hinter Batumi  und reisen weiter in die Türkei.

1 Kommentar zu „Rückreise Georgien

  1. Avatar von mullricha7b1c554fe
    mullricha7b1c554fe August 3, 2024 — 21:06

    Die Fahrerkabine als Zufluchtsstätte bei schwerem Gewitter. Die Stimmung kann man förmlich riechen. Danke für den schönen Bericht. Die Dörfer mit den vielen Wehrtürmen erinnern mich an San Giminiano in der Toskana. So oder so ähnlich stelle ich mir das vor. Liebe Grüsse!

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